1955 kaufte der Psychoanalytiker Jacques Lacan das Original [von Gustave Courbet´s »Ursprung der Welt«] aus unbekannter Privathand. Er und seine Frau, die Schauspielerin Sylvia Bataille, hängten es in ihrem Landhaus in Guitrancourt auf. Aber auch dort wurde es den Blicken der Öffentlichkeit entzogen: Lacan bat seinen Stiefbruder André Masson, ihm einen verschiebbaren Doppelrahmen dafür zu bauen, der vorn ein anderes Gemälde zeigen würde. Masson malte daraufhin eine Landschaft, die exakt der Linienführung des Originals folgte.

Um den Surrealismus dieser Version zu verstärken, trug es denselben Namen »L’Origine du monde«.
Erst mit Lacans Tod 1981 tauchte das Bild wieder auf und gelangte zunächst wieder nach Frankreich. Im Brooklyn Museum in New York City wurde es 1988 dann erstmals öffentlich präsentiert. Seit 1995 wird es im Musée d'Orsay in Paris ausgestellt.

Text aus Wikipedia
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