firstpapers 1942
»Um auf die "Micro-Utopie" zurückzukommen – ich glaube viele Künstler bewegen sich weg von der Vorstellung, die ganze Gesellschaft, wie wir sie kennen, umzugestalten. Stattdessen wenden sie sich individuellen Räumen und Beziehungen zu, um diese in kleinen Schritten zu verändern.
Man kann also erkennen, dass einige Aspekte unserer utopischen Hoffnungen weiter bestehen. Wir kehren auch immer wieder zu den »Micro-Utopien« zurück, diesem Begriff, der jetzt mit »Relational Aesthetics« assoziiert wird, mit zeitgenössischen Künstlern, denen es darum geht, Communities und wirklich bedeutsame Verbindungen zwischen Menschen zu schaffen – und sei es nur für einen Moment. Es geht um Alternativen zur Entfremdung in der industriellen Welt, die die Utopisten, die Sie ansprechen, ja auch schaffen wollten. Ich glaube "Utopia Matters" ordnet viele dieser zeitgenössischen Künstler in einen größeren Kontext ein, indem sie sie mit ihren historischen Vorläufern verbindet, die ähnliche Absichten verfolgten, aber mit anderen Methoden und Medien arbeiteten.«

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